Die Herkunft des Schleiertanzes, so wie wir ihn heute kennen, liegt unglaublicherweise in Europa und den USA. Dort wurde er gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf die Bühnen gebracht. Beim Schleiertanz handelt es sich um reine Fantasietänze, ohne folkloristische Hintergünde. Dies ändert aber nichts an seiner wunderbaren und geheimnissvollen Ausstrahlung.

Zwar ist der Schleier im orientalischen Alltag als Bekleidungsstück bis heute noch zu finden, wurde aber von den Tänzerinnen dort meist nur für das Entré benutzt. Dort wurde er dann ziemlich bald, während des Tanzes abgelegt.

Mittlerweile aber wird der Schleiertanz, nachdem er jetzt jahrzehntelang im Bühnenprogramm involviert war, als "traditionelles" Tanzaccessoire angesehen. Die verwendete Musik ist von der Tänzerin frei wählbar und geht von klassischen orientalischen Tanzroutinen über modernen Oriental Pop bis hin zu Musik aus den Bereichen Elektro, Rock und Metall. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Als besondere Herausforderung gilt der sogenannte "Doppelschleier", bei dem jede Tänzerin mit zwei Schleiern gleichzeitig tanzt. Mittlerweile gibt es aber noch weitere Schleiervariationen, die ihren Weg in das Repertoire des orientalischen Bühentanzes gefunden haben. Hierzu gehören die Schleierfächer und die Isiswings.